Industrieatlas in Berlin vorgestellt

11. Juli 2014

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Glawe: Wirtschaft in MV kommt voran

In Berlin ist heute der „Atlas der Industrialisierung“ vorgestellt worden. „Mecklenburg-Vorpommern kommt voran. Im Bereich der Wirtschaft hat sich eine Menge getan. Unser Land ist ein attraktiver Investitionsstandort. Mit den eingesetzten Mitteln sind eine Reihe von Investitionen für die Menschen in der Region ausgelöst worden“, sagte der Minister für Wirtschaft Bau und Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern Harry Glawe.

Knapp 100.000 Arbeitsplätze geschaffen

„Das Land hat in den vergangenen Jahren die Unterstützung klar auf den Mittelstand ausgerichtet. Ansiedlungen und Erweiterungen werden auch heute bestmöglich begleitet“, betonte Glawe. So sind beispielsweise durch Investitionsvorhaben im Rahmen der einzelbetrieblichen Förderung in Mecklenburg-Vorpommern rund 96.600 neue Arbeitsplätze geschaffen worden. Für wirtschaftsnahe Infrastrukturmaßnahmen wurden seit 1990 rund 2.580 Vorhaben bewilligt. Die Gesamtinvestitionen von rund 4,42 Milliarden Euro wurden mit 2,92 Milliarden Euro vom Wirtschaftsministerium bezuschusst. Die Mittel flossen vor allem in die gewerbliche Infrastruktur und auch in die touristische Infrastruktur, wie beispielsweise Radwege.

Nachholbedarf im Exportgeschäft

Die Ausfuhr von Waren aus Mecklenburg-Vorpommern stieg nach Angaben des Statistischen Amtes von Januar bis März 2014 um +4,1 Prozent an. Insgesamt wurden Waren im Wert von rund 1,8 Milliarden Euro exportiert. „Die positive Entwicklung täuscht nicht darüber hinweg, dass wir insbesondere im gewerblichen Bereich noch Nachholbedarf im Exportgeschäft haben. Wir haben viele marktfähige Produkte, die gilt es international noch besser zu platzieren“, sagte Glawe. „Mit Blick auf die demografische Lage und die schrumpfenden Binnenmärkte kommt dem überregionalen Geschäft künftig eine noch größere Bedeutung zu. Hier gilt es vorausschauend zu planen.“ Monatlich scheiden etwa 700 Personen im erwerbsfähigen Alter aus dem Berufsleben aus.

Das Land unterstützt kleine und mittlere Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern bei den Ausgaben für die Standmiete auf überregionalen Messen im Inland und auf Messen im Ausland. Das Land gewährt weiterhin für wichtige Schwerpunktbranchen aus Mecklenburg-Vorpommern bzw. bei großen überregionalen Messen eine finanzielle Unterstützung für gemeinschaftliche Unternehmensbeteiligungen.

Nicht auf den einen Investor warten – Stärken weiterentwickeln

Künftig geht es darum, die Stärken noch besser zu betonen und weiterzuentwickeln. „Im besonderen Fokus haben wir Forschung, Entwicklung und Innovation, das Handwerk, die Gesundheitswirtschaft, Ernährungswirtschaft, Tourismus sowie das Verarbeitende Gewerbe“, sagte Glawe. Dr. Oetker, Nestlé oder auch Liebherr investieren in den Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern. „Wir heißen jeden Investor willkommen, es macht aber wenig Sinn, auf den einen großen Investor zu warten. Viele Unternehmen bei uns im Land wachsen und investieren aus eigener Kraft. Die Kleinteiligkeit der Wirtschaft ist charakteristisch für unser Land. Die Unternehmer und ihre Mitarbeiter haben den wirtschaftlichen Aufbau unseres Landes maßgeblich vorangetrieben“, so Glawe abschließend. 99,6 Prozent aller Unternehmen gehören quantitativ zum Mittelstand und sind Arbeitgeber für 81,3 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten.

Quelle: Nr. 219/14-24.06.2014-WM-Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus