Förderung für Integration von Langzeitarbeitslosen in Arbeit

4. Oktober 2018

Das Wirtschaftsministerium und die Regionalbeiräte Vorpommern, Mecklenburgische Seenplatte, Region Rostock und Westmecklenburg unterstützen Arbeitslose und insbesondere Langzeitarbeitslose bei der Integration in den Arbeitsmarkt. „Durch die Förderung von Integrationsprojekten soll langzeitarbeitslosen Frauen und Männern mit besonderen Vermittlungshemmnissen der Zugang in den allgemeinen Arbeitsmarkt ermöglicht werden. Das ist auch ein wichtiger Beitrag zur sozialen Integration durch Erwerbsarbeit. Die oft kleinteilige Projektarbeit vor Ort braucht einen langen Atem und viel Ausdauer“, sagte Wirtschafts- und Arbeitsminister Harry Glawe. Der Minister dankte allen Aktiven, die zum Gelingen der Projekte beitragen. Die Projekte werden überwiegend durch die örtlichen Jobcenter kofinanziert.

Über 1.300 Langzeitarbeitslose in Arbeit gebracht

Mit dem Förderinstrument der Integrationsprojekte konnten in allen Landesteilen Mecklenburg-Vorpommerns bis zum 31.12.2017 nunmehr 7.081 Personen, davon 3.087 Frauen, erreicht und bei der Arbeitsmarktintegration unterstützt werden. Unter den Teilnehmenden waren auch 1.230 (17 Prozent) Personen mit Migrationshintergrund. Darunter befanden sich 586 geflüchtete Menschen, was einem Anteil von 8,3 Prozent der Gesamtteilnehmer entspricht. Ebenfalls mit Stand zum 31.12.2017 konnten bereits 1.306 Übergänge in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung erzielt werden. Unter den Projektteilnehmern waren 2.534 ohne Berufsabschluss. Im Ergebnis der Projekte konnten 399 erfolgreiche Übergänge in zu Berufs- bzw. Schulabschlüssen führende Bildungsgänge registriert werden. „Durch die Berufs- und Schulabschlüsse werden die Voraussetzungen auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt deutlich verbessert“, so Glawe weiter.

Informationen zu Integrationsprojekten

Die Eingliederung der Teilnehmer von Integrationsprojekten in den Arbeitsmarkt wird durch familienunterstützende Maßnahmen mittels gesundheitsfördernder Aktivitäten durch die Vermittlung zu spezialisierten Beratungsstellen im Zuge mobilitätsfördernder Hilfen über projektbegleitende Qualifizierung, durch Praktika bzw. betriebliche Erprobung in Unternehmen oder Werkstätten sowie mittels weiterer vielgestaltiger Hilfen unterstützt.

Durchführungsorte dieser Integrationsprojekte sind sowohl kleinere, mittlere und größere Städte (u.a. Rostock, Schwerin, Neubrandenburg, Stralsund, Wismar, Güstrow, Neustrelitz, Ueckermünde, Ludwigslust, Teterow, Röbel und Friedland) als auch – mittels aufsuchender Projektarbeit – stark ländlich geprägte und peripher gelegene Räume. „Durch Integrationsprojekte wird in allen Landesteilen Mecklenburg-Vorpommerns die Arbeitsmarktintegration von Arbeitslosen erreicht“, so Glawe weiter. Über die Projektanträge votieren die Regionalbeiräte der jeweiligen Planungsregion. Die Projektideen der Antragsteller werden durch die Geschäftsstelle der Regionalbeiräte beraten. Bei einem positiven Votum des Regionalbeirates erfolgt die Zuwendung aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) in Form einer Pauschale für Personalkosten in Höhe von 70 Prozent der Personalkosten.

 

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit M-V, PM vom 04.10.2018