Ausbildung ohne Grenzen

13. Juni 2019

Vor circa zwei Stunden unterschrieben 15 polnische Teilnehmer im Rahmen der 8ten feierlichen Unterzeichnung des Projektes „Cleveres Köpfchen / Glowka Pracuje“, ihren Ausbildungsvertrag bei einem deutschen Unternehmen.

Heiko Miraß von der Bundesagentur für Arbeit lobte die gute Zusammenarbeit von regionalen Unternehmen, IHK, Arbeitsagentur und FEG. Besonderer Dank galt dem Cleveren Team: Frau Jenricke, Frau Witt und Herrn Justa von der Arbeitsagentur. Sie verfolgen nicht nur das Ziel Ausbildungsstellen erfolgreich zu besetzen, sondern haben auch immer ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte, die zahlreichen Fragen der Eltern und Teilnehmer, die diesen Schritt in einen neuen Lebensabschnitt wagen. Den in Polen gibt es das System der dualen Ausbildung nicht.

Bundesweit gibt es kein anderes Projekt, welches sich so stark für die grenzüberschreitende Ausbildung einsetzt. Seit Projektstart 2011 konnten 53 Unternehmen begeistert werden, welche mit 141 Bewerbern einen erfolgreichen Ausbildungsvertrag schließen konnten. Heute kamen 4 weitere Unternehmen und 15 Bewerber hinzu. Darunter acht Gesundheits- und Krankenpfleger, zwei angehende Fachkräfte für Lagerlogistik und zwei Restaurantfachkräfte. Bedarfe gäbe es aber auch im Bereich Elektro, Maurer, Maler und im Hotel- und Gastgewerbe. Das Projekt ist dabei nicht nur auf Vorpommern-Greifswald beschränkt. So beginnen die Restaurantfachkräfte ihre Ausbildung auf dem Königlichen Campingpark Sanssouci.

Die Möglichkeiten nach abgeschlossener Ausbildung sind vielfältig: in der Region und beim Unternehmen bleiben, wieder zurück in die Heimat mit einer tollen Ausbildung, den Meister erwerben oder zum Studium. Patrick Dahlemann, Parlamentarischer Staatssekretär für Vorpommern, betonte die Chancen und Möglichkeiten des grenzüberschreitenden Wirtschaftsraumes und der Metropolregion Stettin.

Carolina, selbst Teilnehmerin am Projekt Cleveres Köpfchen und seit gestern „Nicht-mehr-Azubi“, sondern Fachkraft, sprach den Teilnehmern Mut zu. Ja, das Erlernen der Sprache sei eine Herausforderung; hinzu kommt das Lernen für die Ausbildung. Ja, auch sie habe Angst gehabt und sei schüchtern gewesen. Daher riet Sie den Teilnehmern „geht offen auf die Menschen zu, unterhaltet euch einfach“.

Das grenzübergreifende Projekt ist derzeit immer noch etwas Besonderes – jedoch sollte es Ziel sein, dass es in ein paar Jahren schlichtweg zur Normalität in der Metropolregion Berlin-Stettin gehört.

Pressemitteilung des Parlamentarischen Staatssekretärs